Es gibt heute nur noch selten den vorwiegend unmündigen Patienten mit dem unerschütterlichen Glauben an die vermeintlichen Segnungen der Fortschritte der wissenschaftlichen Medizin, der seine Verantwortung meist komplett in die Hände des "Halbgottes in Weiß" abgibt. Die Bevölkerung geht zunehmend kritischer mit manchen Auswüchsen der konventionellen Medizin um. Sie erkennt deren Grenzen v.a. bei der Behandlung chronischer Krankheiten. Durch wachsende Aufklärung und das steigende Bewusstsein der Eigenverantwortung für Gesundheit wendet sie sich immer stärker einer naturbewussten Lebensweise und naturkonformen Heilmethoden zu.
Der Heilpraktiker mit seiner ganzheitlichen Sicht und seinen naturheilkundlichen Methoden entspricht dem aufgeklärten Patienten und der sich verstärkenden Erkenntnis, dass der Mensch sich trotz aller Wissenschaft und Technik nicht über die Gesetze der Natur hinwegsetzen kann. Insofern wird es trotz zunehmender Konkurrenz aus den Reihen der Allgemeinärzte einen weiterhin steigenden Bedarf an ganzheitlich orientierten Therapeuten geben.
Auf diesem Hintergrund zeichnet sich derzeit politisch eine zunehmende Stärkung des Heilpraktiker-Berufes ab.
